Vor ein paar Wochen. Eine Werbeagentur, mit der ich vor vielen Jahren ein einziges gemeinsames Projekt durchlaufen hatte, winkt mit einem Auftrag. Gut bezahlt auch noch. Ich sage nein. Als ich das einer Bekannten erzähle, guckt sie mich mit großen Augen an. „Bist du verrückt? Warum sagst du den tollen Auftrag ab?“ Meine schlichte Antwort: „Weil ich’s will – und weil ich’s kann!“

Für Geld alles zu machen, halte ich für falsch. Es zieht die falschen Kunden an und wenn du 1A gebrandet bist, eine starke Personenmarke aufgebaut hast, ist ein Nein die logische Folge.

Grund eins für meine Absage:

Das Projekt mit der Agentur verlief seinerzeit ziemlich kompliziert. Schlechte Vorbereitung, schlechte Organisation, grottenschlechtes Briefing – Chaos hoch drei. Das kann ich echt nicht brauchen.

Grund zwei für meine Absage:

Eine staubtrockene Info-Broschüre für einen Baumaschinenhersteller zu texten – naja, das kommt meiner aktuellen Nischenpositionierung so nahe, als würde man einen Profitänzer ins Finanzamt verdonnern. Können könnte ich das zwar – war zu Werbetext-Zeiten mein tägliches Brot. Wollen? Ne, wollen inzwischen ganz sicher nicht mehr.

Weitere Gründe, einen Auftrag abzulehnen:

Die Chemie stimmt nicht. Ohne diese Grundvoraussetzung kann ich nicht arbeiten. Endet zu 100 % sicher im Dilemma, da Kunde von Birnen redet und ich von Äpfeln. Es fehlt die Verbindung und das unausgesprochene Verständnis. Werte sind Bindeglieder dessen, daher sind sie mir so wichtig. Mit meinem eigenen Personal Branding transportiere ich diese Werte konsequent.

 

Eine gute Personenmarke aufbauen – Basis oder Luxus?

Das darf jeder selbst beurteilen. Für mich ist sie Basis und Luxus zugleich. Denn mit einem karatenstarken Branding werden die Kunden von vorne herein „aussortiert“, die nicht zu mir und meinen Werten passen. Herrlich! Es verschafft mir so viel gewonnene Zeit, die ich ansonsten mit unsinnigen Gesprächen und Verhandlungen verbringen müsste.

Thema Glaubwürdigkeit:

Auch so ein Ding. Ich lese von einem erfolgreichen Unternehmer, Experte auf seinem Gebiet, wie er selbst sagt, das übliche Blablubb. Und dann erfahre ich zufällig, dass er nebenbei noch 5 andere Standbeine hat: vom Networking bis zum Websitenbauen. Glaubwürdig? Ne, glaubwürdig ist der Herr für mich damit nicht. Wenn du dagegen eine gut aufgebaute Personenmarke hast, lebt diese von deiner Persönlichkeit und ist ein innerer Prozess, der so gesehen nie endet – ehrlich und echt, bis in die letzte Körperzelle deines großen Zehs hinein.

Mit ihr kommst du in den Genuss, gute Honorare für gute Leistung verlangen und nicht passende Aufträge selbstbewusst ablehnen zu können. Sie ist das Schmiermittel für deinen Erfolg und weil das ein so tolles Schlusswort ist, endet dieser Artikel an der Stelle.

 

 

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