Here we go! Du willst eine spannende Geschichte schreiben? Der Anfang könnte in etwa so lauten:

„Zunächst erscheint alles ganz harmlos. Er steht am besprochenen Treffpunkt und lehnt locker an seinem Auto. Glatze, Brille, dunkelgraue Strickjacke sind das Erste, das mir auffallen. Und natürlich, wie süß er ist. Unser First Date am Ortsschild meines Wohnortes nimmt seinen Lauf. Ja, ich weiß, eine recht kreative Idee für ein erstes Treffen, vor allem Mitte Februar bei minus 3 Grad. Daher endet alles auch anders, als erwartet.“

Fortsetzung folgt …

Bevor du dir komplizierte Figuren und Helden für deine Story aus den Fingern saugst, schau doch erst mal in deinem eigenen Alltag vorbei. Normale Situationen lassen sich spielend einfach in die spannendsten Geschichten verwandeln.

Okay, ein First Date wie das meine vor 5 Jahren ist jetzt vielleicht nicht unbedingt alltäglich. Ich zeige dir nachfolgend jedoch weitere banale Beispiele – im Bereich Business und auch privat. Da du bei selbst Erlebtem nichts groß neu erfinden musst, gelingt eine solche Story auch Laien recht gut. Du brauchst dazu nur etwas Beobachtungsgabe sowie ein bestimmtes Stilmittel des Schreibens, das ich dir im Artikel gleich auch noch vorstelle.

 

Du findest deinen Alltag so gar nicht spannend? Von wegen!

so kannst du eine spannende Geschichte schreiben

©Rüdiger Lutz

 

Manchmal denke ich von mir selbst: Meine Güte, wie bin ich langweilig (dennoch verdammt glücklich). Ich verreise nicht und gehe auch sonst so gut wie nie weg – außer zum Einkaufen oder auf meine regelmäßigen Spaziergänge. Außerdem sitze ich jeden Tag in meinem Homeoffice. Per se also wenig „Stoff“, um eine spannende Geschichte zu schreiben.

Könnte man meinen.
Ist aber nicht so!

Als Kreative ist meine Wahrnehmung für Situationen dermaßen hellwach. Wacher geht gar nicht! Ich sehe fast überall Stoff für gute Storys. Gut so, sonst könnte ich meinen Beruf nicht so beschwingt ausüben.

Ich kann dir daher aus Erfahrung sagen: Auch bei dir liegen die Perlen direkt vor deinen Füßen, aus denen sich im Handumdrehen eine spannende Geschichte schreiben lässt. Du brauchst lediglich deine Wahrnehmung neu zu schulen, die verlernt hat, dies zu erkennen. Stelle deine Antennen einfach auf Beobachtungsposten und du wirst plötzlich merken, wie es überall nur so an Schreibstoff wimmelt.

Ich selbst liebe es, solche Geschichten aus dem normalen Leben zu schreiben. Und obwohl ich eine wahrhaft geübte Schreiberin bin mit inzwischen 9 veröffentlichten Büchern und sicher um die 1500 oder noch mehr kreierten Storys – zuerst einen Plot und verschiedene Figuren zu kreieren, das ist einfach nicht mein Ding. Wo mir doch der ganze Stoff mitsamt seinen Darstellern direkt aus dem Alltag geliefert wird.

Eine spannende Geschichte schreiben: Mache dich oder Menschen aus deinem Umfeld zum Mittelpunkt der Story

eine spannende Geschichte schreiben mit diesen Tipps

 

Es ist völlig egal, ob du privat ein Buch verfassen willst oder Storytelling für dein Business brauchst. Eine spannende Geschichte schreiben nach oben genanntem Prinzip funktioniert immer.

 

#1 Spannende Geschichten schreiben – Storytelling für Selbstständige und Unternehmer

Wenn du selbstständig oder Unternehmer bist, muss es ja nicht immer gleich eine anspruchsvolle Heldenreise sein. Diese wirklich on the point hinzukriegen, schaffen meiner Ansicht nach nur Profis.

Du bist kein Profi?
Dann, ganz ehrlich, lass lieber die Finger davon.

Wenn das Ergebnis am Ende nur so lala semi-gut wird, ist dir und deinem Personalbranding wenig geholfen, eher geschadet. Die Gefahr ist außerdem groß, dass es sogar ziemlich in die Hosen geht.

Ähnliches Phänomen gibt es übrigens auch, wenn Laien witzige Werbekonzepte nebst witzigen Werbetexten erschaffen wollen. Der Grat zwischen hoher Kunst des konzeptionellen Humors und gnadenloser Peinlichkeit ist schmal. Sehr schmal!

Zu meinen Werbetextzeiten vor einigen Jahren habe ich Dinge gesehen, da wusste ich nicht: Soll ich lachen oder weinen?

 

Geschichten für dein Business:

Es gibt 1001 Möglichkeiten und Einsatzzwecke. Geschichten passen natürlich prima in dein Content Marketing Konzept, also für deinen Blog oder als Social-Inhalte. Und wenn du es ganz clever anstellst, machst du es wie ich mit diesem Artikel und hängst gleich noch hochkarätiges SEO mit dran. Und zwar so, dass man deine Story nicht als SEO-optimiert wahrnimmt.

1.     Satire

Es gibt ständig Dinge im Berufsalltag, die einen gnadenlos nerven (oder amüsieren). Wieder mal eine unverschämte Anfrage als PN über einen Socialkanal erhalten? Oder penetrant zugespamt worden von einem Marketer?

Jemanden öffentlich an den Pranger zu stellen, würde ich jetzt nicht unbedingt raten. Den Spieß jedoch umdrehen und eine witzige Satire-Geschichte daraus zu zaubern, verleiht dem Ganzen ein charmantes Story-Gewand. Und du zeigst indirekt gleich klare Haltung zu verschiedenen Themen – auf unterhaltsam-witzige Weise.

 

Beispiel Satire-Geschichte:

„Von einer Sekunde auf die andere fuchtelt direkt vor mir jemand mit einer Knarre herum. Huch, wer ist das? Al Capone? Nö, nur ein Online-Marketer, der sich mal wieder ganz was Peinliches für sein Marketing hat einfallen lassen.

Das Video muss ich mir unbedingt ein zweites Mal angucken. Da ich ein lustiger Mensch bin, gebe ich dem aufkommenden Lachanfall nach. Danke Facebook, dass du mir unermüdlich solche Kuriositäten in meine Timeline spülst. Meiner Marketing- Peinlichkeiten-Serie wird es damit niemals an Futter mangeln.

Zurück zu unserem Revolverhelden. Ein Revolverheld zeichnet sich durch was aus? Na klar, cool muss er sein. Sonst hat ja keiner Angst vor ihm. Daher ist eine Sonnenbrille ein unbedingtes Muss. Sie kann leider trotzdem nicht verhindern, dass seine Erscheinung an einen kleinen Jungen erinnert – obwohl er sich „Person des öffentlichen Lebens“ nennt und schon mindestens hundert Jahre supererfolgreich Online-Marketer ist.

Ich schaue ganz genau hin. Damit das alles noch viel cooler klingt, steht in seiner Beschreibung, dass er ein erfolgreiches Institut leitet und erfolgreicher Autor ist. Schade, dass ich dir das Video jetzt nicht zeigen kann. Mich würde wirklich interessieren, wie du das siehst. Ich kann diesen Herrn (Buben?) keinen Meter ernst nehmen. Institut hin oder her.

Als ich fünf Jahre alt war, hatte ich eine kurze Jungs-Phase. Nicht so, wie du jetzt vielleicht denkst. Ich fand nicht Jungs toll, sondern wollte selber einer sein, weil Jungs viel cooler sind als Mädchen. So meine Überzeugung damals, heute sehe ich das natürlich anders. Daher war seinerzeit klar, wie ich mich an Fasching verkleide: als Cowboy, was auch sonst. Dann ging’s zum Kinderfasching. In meiner vollen (Zwergen)-Größe von ca. 115 Zentimetern baute ich mich vor einem Mädchen auf. Fuchtelte dann mit meinem Spielzeugrevolver vor ihrer Nase herum. Zusätzlich tat ich so, als sei ich der größte (coolste) Schurke des Wilden Westens.

Scheinbar ist mir das wenig gelungen, besser gesagt gar nicht. Daran änderten auch Verkleidung, das Plastik-Pistölchen und meine gespielte Coolness nichts. Ich wurde zur Lachnummer des Nachmittags.

Wie soll ich das jetzt umschreiben: So ungefähr musst du dir den Revolverhelden im Video vorstellen. Das wirft Fragen in mir auf. Viele, viele Fragen:

 

·       Was macht einen Helden zum Helden? Sonnenbrille und Spielzeugwaffe?

·       Wie verzweifelt muss man sein?

·       Woher kriege ich außerhalb von Fasching ein Revolverheld-Kostüm?

·       Hast du eigentlich auch eine Plastik-Pistole zu Hause?

 

Es lässt mir keine Ruhe. Ich klicke auf die angegebene URL des erfolgreichen Institut-Leiters. Ich wappne mich, in der nächsten Sekunde irgendwo im Wilden Westen des Online-Marketings zu landen. Stattdessen finde ich mich im technischen Nirwana wieder. Eine Meldung ploppt auf, die mich verwirrt. „Es wurde keine Startseite ausgewählt“.

Welche Startseite? Gibt es im Wilden Westen mehrere oder was muss ich tun, um auf diese

Webseite zu gelangen? Der Rest der Meldung sieht schwer nach Error aus. Das macht die Sache noch dubioser, als sie eh schon ist. Ob man dabei so viele Millionen verdient wie vorgespielt, kann ich mir kaum vorstellen. Wo die Eingangstür zum Institut virtuell quasi abgeschlossen ist.

Ich klicke das Video zum dritten Mal an. Da ich die Nebensächlichkeiten, also Pistole und Verkleiden, inzwischen kenne, kann ich mich auf andere Schwerpunkte konzentrieren, beispielsweise die Sprache des Revolverhelden. Ist mir vorhin noch gar nicht aufgefallen wegen dem Lachflash meinerseits. Wenn alle Helden so sprechen wie dieser, will ich niemals einer sein. Ich erkläre mir das so: Entweder, das gehört jetzt zur Rolle und er spricht absichtlich gespielt kindlich wie ein Fünfjähriger. Oder er ist immer so.

Egal wie und nach Resümee aller niederschmetternden Tatsachen steht für mich fest: Revolverhelden sind einfach nicht mehr das, was sie mal waren!“

 

Mehr dieser Satire-Geschichten findest du in diesem Büchlein:

 

 

 

2.   Ganz und gar du

Tiefschläge, Erfolge, Stationen deines Lebens, Erfahrungen, Tabus in deiner Historie – es gibt so viel zu erzählen und alles davon ist zu 100 % mit dir als Personenmarke verknüpft. Mit alledem stärkst du dein Personalbranding, indem du Gesicht und Haltung zeigst. Das macht dich sympathisch und nahbar.

Daher erzähle den Menschen davon oder wie ich es in einem anderen Artikel beschrieben hatte: 3 Gründe, warum du unbedingt deine Lebensgeschichte schreiben lassen solltest. 

Dort findest du auch gleich weitere Beispiele, unter anderem meine Krankheitsgeschichte, die mit 15 Jahren begonnen hat und an deren Happyend ich aktuell mit 51 noch feile.

 

#2 Spannende Geschichten schreiben –Storytelling für den privaten Bereich

Du träumst vom eigenen Buch? Kann ich verstehen. So ging es mir auch, bis ich vor gut 12 Jahren einfach mal angefangen habe – ohne Plot oder anderes, sondern einfach drauflos. Das mag nicht die durchdachteste Variante gewesen sein, hatte aber einen Vorteil: Ich bin ins Tun gekommen und habe meinen Traum umgesetzt, anstatt ihn theoretisch totzudenken.

Nach Erscheinung: rotzfrech und relativ unbedarft einige Redaktionen angeschrieben und recht schnell sehr viel Presse bekommen.  

Ein komplettes Buch als spannende Geschichte schreiben? Puh, das schreckt vielleicht erst mal ab. Ganz schön viele Seiten, die da geschrieben werden sollen. Fang daher doch einfach etwas kleiner an – mit mehreren kurzen Storys. Das macht dich im Verlauf sicherer, mutiger und steigert deine Motivation. Ganz nebenbei hast du damit ein tolles persönliches Geschenk erschaffen für den Ehepartner, Eltern, Kinder, Freunde oder wen auch immer.

Zurück zu meinem vermeintlich langweiligen Alltag. Selbst der hält so viel Situationskomik bereit, dass ich jeden Tag eine spannende Geschichte schreiben könnte. Muss es immer gleich das große Abenteuer sein, das man festhalten will? Erinnerungen aus dem banalen Alltagsleben sind doch genauso wertvoll. Wenn du eine spannende Geschichte daraus machst, bleiben sie für immer erhalten. Ansonsten hast du das Erlebte von heute bald schon wieder vergessen. Schade drum, wo doch jeder Augenblick des Lebens so wertvoll ist.

 

Beispiel-Geschichte „Grippe“:

Die Geschichte habe ich auf meinem Privatprofil über Facebook veröffentlicht. Die Menschen haben sich köstlich darüber amüsiert. Mit Veröffentlichung auf FB kannst du gleich auch mal testen, wie deine Story bei den Menschen da draußen ankommt:

 

„Heilig Abend 2019. Außer dieser Tatsache gibt es noch weitere zwei mehr oder weniger wichtige Dinge, die diesen Tag auszeichnen: Ich habe Geburtstag und der Rüdi und ich sind relativ grippegeplagt. Daher fällt Heiligabend einfach aus. Wobei ich gestehen muss, dass wir Weihnachten ja sowieso grundsätzlich ignorieren: kein Baum, kein Gänsebraten, keine Geschenke. Insofern kaum Unterschiede zu anderen Heiligabenden – außer der Grippe halt.

Da wir aus gegebenen Umständen wenig zu tun haben, warten wir ab, was der Tag so bringen wird. Das Fernsehprogramm lässt kaum Hoffnung, dass wir Virenschlaffis den Tag zumindest unterhaltsam rumkriegen könnten.

Kurz vor zwei, es klingelt. Ah, die Postbotin. Sie stellt vier Pakete vor meine Füße, ziemlich groß. Wir ziehen demnächst um, also habe ich mir selbst noch schnell ein paar Geschenke gemacht in Form von Badunterschrank, Gardinenstange und all so Zeugs. Und dann wäre da ja noch mein neuer Aktenvernichter.

Da der Haufen an zu vernichtendem Material immer größer wurde und ich den schweren Packen an Papier ungern mit umziehen will, musste endlich eine Lösung her. So ein Umzug hat halt auch sein Gutes: Man mistet kräftig aus und erledigt endlich Dinge, die man schon längst erledigen wollte.

Ich packe den Aktenvernichter aus. Rüdi steht neben mir und begutachtet meine Tat. Natürlich wollen wir das Teil sofort ausprobieren. Kurz nach 14 h, warum auch nicht.

Also drapieren wir den Aktenvernichter, die Kiste mit dem Riesenhaufen an Papieren, einen großen blauen Müllsack und einen Hocker neben dem Sofa. Sieht irgendwie lustig aus. Danach schlagen wir uns fast darum, wer das erste Papierchen schreddern darf. „Ich habe Geburtstags“, fällt mir als erstes Argument ein. Mein Blick unterstreicht das Ganze, was Rüdi durch kein wirklich gutes Gegenargument entkräften könnte.

Ich sitze also vor meinem Aktenvernichter und kriege beim Schreddern leuchtende Augen. Ein Highlight an einem Tag wie diesem, von dem ich mir eigentlich andere Highlights erwünscht hätte. Aber Grippe ist halt Grippe.

Nach zehn Minuten mosert der Rüdi, dass er jetzt doch auch mal gerne probieren würde. Okay. Und was macht er dann? Gibt dem Schredder eine zu dicke Lage Papier zum Schreddern und verursacht einen Papierstau. Männer!

Nach einer Stunde ist der Müllsack halb voll, die Kiste mit den Papieren aber nur an der Oberfläche leicht entleert. Keine Ahnung, wie dieses Verhältnis zustande kommt. Ich bin jetzt auch viel zu erschöpft, um mir Gedanken um mathematische Gleichungen zu machen.

Gemeinsam mit Rüdi sinke ich auf dem Sofa darnieder. Dank Tee mit Zitrone und einer Großpackung Papiertaschentücher halten wir uns so lala über Wasser. Irgendwelche Dokus im TV retten den Tag einigermaßen, während die Schredder-Szenerie links von uns eine recht kreative Ersatzdekoration zum andernorts üblichen Weihnachtsbaum bildet.

In diesem Sinne würde ich euch jetzt ja gern schöne Weihnachten wünschen. Da das aber auch schon wieder fast rum ist, wünsche ich euch lieber: bleibt gesund und kommt gut ins neue Jahr!“

 

Beispiel-Geschichte “Love is in the air”:

 

Fortsetzung des Ortsschild-Dates …

Bezüglich Mann und Frau gibt es in allen Lebenslagen sehr viele Unterschiede, beispielsweise stehend bzw. sitzend pinkeln gehen. Auch im Falle der allerersten Sekunden eines Kennenlernens unterscheidet sich einiges. Meine Gedanken dabei sind: „Wow, ist der süüüüüüüüß!“, während ein ganzer Mann wie Rüdi natürlich denkt: „Alter, sieht die gut aus!“. Beides drückt inhaltlich in etwa das Gleiche aus.

Wir stellen genauso einhellig fest, dass es doch ziemlich kalt ist an diesem heutigen 13. Februar. Vielleicht sollten wir das Gespräch lieber in seinem Auto fortsetzen? Dass unser Ortsschild-Check hiermit positiv ausgefallen ist, entbehrt jeglicher Worte. Rüdi darf also noch ein bisschen am Ortsschild bleiben.

Was nun folgt, kennt die Menschheit normalerweise bei übermäßigem Genuss alkoholischer Getränke: den so genannten Filmriss. Meiner reißt auch – ohne einen Tropfen Alkohol. 170 Zentimeter Rüdi live reichen völlig. Die ersten 30 Minuten unseres Gespräches sind mir komplett verloren gegangen. Was für mich eindeutig besser ist, vermutlich habe ich mich bis auf die Knochen blamiert …

… „Hahahahaha!“, lacht es derweil schallend von oben zu uns herab. Rüdi hat es bestimmt auch gehört. Der liebe Gott im Himmel schüttelt lachend den Kopf. „Kinder, Kinder, macht euch doch keinen Kopf. Was ich von langer Hand zusammenführe, ergreift keine Fluchten. Also entspannt euch endlich!“

Warum hast du mir das nicht früher, gesagt, hä? Ich hätte mir dadurch enorm viel Adrenalin gespart. Nerven obendrein! Rüdis Kaffeevorrat wäre zudem nicht innerhalb von 24 Stunden auf Notfallration geschrumpft.

Ich fasse die Geschehnisse der letzten halben Stunde in Kurzversion zusammen: „Ach, ist der süß!“ bzw. „Alter, sieht die gut aus!“, zitternde Finger, Geständnis ohne jegliche Taktik, Aufwachen nach Filmriss, ein Lachen vom Himmel. Es könnte jetzt also fast romantisch werden nach Abhaken all dieser aufregenden Dinge, würde sich nicht schrecklich meine Blase zu Wort melden.“

 

Die ganze verrückte Geschichte um unser Kennenlernen und die Zeit danach kannst du übrigens in diesem Buch lesen:

spannende Geschichte schreiben direkt aus dem Leben

 

 

Wie du aus jeder banalen Situation großes Schreib-Kino machen kannst

Wenn du alle angefügten Beispiele gelesen hast, ist es dir vielleicht schon aufgefallen. Vor allem die banalen Dinge bekommen einen unterhaltsamen Charakter, wenn du „Humor“ und „Übertreibung“ mit ins Spiel bringst. Überspitze Situationen humorvoll. Und da das etwas Übung braucht, fange wie erwähnt mit kurzen Geschichten an. Du wirst das schnell raushaben und kannst dann fast alles in deinem Alltag als spannende Geschichte (nieder-) schreiben.  

Du brauchst noch mehr unterhaltsame Beispiele aus allen Richtungen und Themenfeldern? Diese findest du in meinen Arbeitsproben, und zwar HIER und HIER.

 

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