Heiligabend 1968 – keine besonderen Vorkommnisse. Außer der Tatsache, dass ein schwäbisches Christkind namens Ulrike geboren wird. 18 Jahre später: kleiner Umweg auf dem Weg zur Berufung. Meine Ausbildung bei der Stadtverwaltung tut hier nichts zur Sache. Der Form halber, und nur deswegen, erwähne ich sie trotzdem. Irgendwann, und das schon recht schnell, arbeite ich als freiberufliche Werbelektorin. Das kommt unverhofft wie plötzlich und die Richtung in Richtung Berufung stimmt damit schon mal – es muss lediglich etwas an der Ausführung gefeilt werden.

 

Meine Aufgabe als Lektorin: Fehler aufspüren, die andere verbockt haben. „Und das macht dir Spaß?“ fragt man mich entsetzt. Och ja, eine ganze Weile schon. Um genau zu sein, gute 15 Jahre.

Irgendwann werde ich Werbetexterin, dieses Mal weniger plötzlich, sondern so richtig geplant. Schritt eins des Plans: Hallo Texterschule, hier bin ich. Nachts träume ich davon, den nächsten Claim eines bekannten Automobilkonzerns zu kreieren. Tagsüber texte ich mich durch meine Übungsaufgaben – genau das richtige Futter für meine ausgeprägte Phantasie.

Der übliche Gang wäre jetzt gewesen, als Juniortexterin in einer Agentur anzuheuern.

Ich umgehe das elegant. Die Agenturwelt möge es mir verzeihen, aber sie ist halt schon eine sehr eigene. Leider oder auch glücklicherweise nicht meine. Ich lerne trotzdem alles über emotionales Marketing, Social Media Strategie, Content, über Markenwerte, den Golden Circle, Mission, Vision, Core Storys und tausend andere Dinge – theoretisch wie praktisch. Mit diesem Wissen und der wachsenden Erfahrung betreue ich Kunden aller Branchen, schreibe 1001 und noch mehr Werbetexte jeglicher Machart.

Whamm! Dann rollt die Lawine an, die sich Neuromarketing-Hype nennt. Sie überschwemmt die Socialkanäle als very special Social Media Kommunikation mit ihren Freebies und Co. Sehr hip und modern. Ich gehe nie mit der neusten Mode – auch wenn alle behaupten, sie seien davon reich geworden. Ich bin lieber glücklich und halte eisern an meinen Werten fest. Ehrlichkeit ist einer davon, ganz schön altmodisch.

Es kommt noch dicker. Ich sage nur: Werbespots im TV – einer dämlicher als der andere. „Und jetzt?“ Zaghafte Frage an mein Inneres, was ich mit der Erkenntnis anfangen soll. “Tschüss Werbebranche“, lautet die einfache Antwort.

Und so widme ich mich inzwischen nur noch dem, was ich sowieso am liebsten mache: authentische Geschichten schreiben in Form von Büchern, Porträts, und Biografien – am allerliebsten mit einer guten Prise Humor.

 

Wohin das unter anderem führt? In lustige Storys wie diese – kleine Feierabend-Lektüre für dich und deine Lachmuskeln:

 

 

 

Du willst auch gute Texte schreiben und mehr zum Thema erfahren? In diesem Artikel Inspirationen für deinen Über mich Text – 10 Beispiele von „originell“ bis „einfach nur schön“ wirst du fündig.

 

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